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Widerstände: charttechnische Marken bei der Trade-Anlage

Wie SWINGr Widerstände aus den Tageskursen eines Titels berechnet, welche Verfahren du in den Einstellungen zuschaltest und wie die Marken beim Anlegen eines Kauf-Trades neben TP1 und TP2 stehen.

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Ein Widerstand ist in SWINGr eine Kursmarke oberhalb des letzten Schlusskurses, die aus den Tageskursen des Titels errechnet wird. Legst du einen Kauf-Trade an, zeigt die App diese Marken als Chart und als kompakte Liste und stellt deine Ziele TP1 und TP2 daneben. Alles daran ist charttechnische Orientierung und keine Anlageberatung: SWINGr nennt Fakten zur Kurshistorie, bewertet deinen Trade aber nicht und empfiehlt nichts.

  • Berechnet, nicht gepflegt: die Marken entstehen aus der Kurshistorie des Titels, du trägst nichts von Hand ein.
  • Drei Verfahren, frei kombinierbar: Swing-Highs, gleitende Durchschnitte und Fibonacci-Retracements.
  • Pro-Funktion: Widerstände sind SWINGr Pro vorbehalten.

Was als Widerstand zählt

Grundlage sind Tageskurse, Schlusskurse und Tageshochs des jeweiligen Titels. Es gibt keine Live-Kurse und keine Intraday-Daten; jede Anzeige trägt deshalb ein Stand-Datum, das dir sagt, wie aktuell die zugrunde liegenden Kurse sind.

Als Widerstand gilt ausschließlich, was über dem letzten Schlusskurs liegt. Marken darunter hat der Kurs bereits hinter sich gelassen und werden nicht angezeigt. Liegt der Kurs über allem, was berechnet wurde, sagt die App genau das statt eine leere Liste zu zeigen.

Eine Marke kann ein einzelner Preis sein oder eine Zone von–bis: Wenn mehrere frühere Hochpunkte dicht beieinanderliegen, fasst SWINGr sie zu einer Spanne zusammen. Wie oft der Kurs diese Spanne berührt hat, steht als Stärke daneben.

Die drei Verfahren

Verfahren Was es berechnet
Swing-Highs (Standard) Frühere lokale Hochpunkte (Fractal-Pivots), zu Widerständen zusammengefasst.
Gleitende Durchschnitte Gleitende Durchschnitte über 20, 50 und 200 Tage, sofern sie über dem Kurs liegen.
Fibonacci-Retracements Retracements der letzten größeren Kursbewegung: 23,6 / 38,2 / 50 / 61,8 / 78,6 Prozent.

Fallen ein Swing-High und ein Fibonacci-Verhältnis auf dieselbe Marke, führt SWINGr sie als eine Zeile und nennt beide Herkünfte, etwa Swing-High · 3 Berührungen + Fibonacci 61,8 %.

Was du einstellst

Den Abschnitt Widerstände findest du unter Einstellungen → Strategie & Regeln. Dort schaltest du die Verfahren einzeln zu oder ab:

  • Mehrere gleichzeitig sind erlaubt. SWINGr zeigt dann die stärksten Widerstände aus allen aktiven Verfahren in einer gemeinsamen Liste.
  • Mindestens ein Verfahren bleibt aktiv. Das letzte lässt sich nicht abwählen; es ist als bleibt aktiv markiert.
  • Art des gleitenden Durchschnitts: Sobald gleitende Durchschnitte aktiv sind, wählst du zusätzlich zwischen Einfach (SMA) und Exponentiell (EMA). Ohne dieses Verfahren wird die Auswahl gar nicht erst gezeigt, weil sie keine Wirkung hätte.

Die Auswahl gilt für das Gerät, an dem du sie triffst, sie ist eine Anzeigeeinstellung und wandert nicht in dein Regelwerk. Im selben Bereich liegen deine Strategie-Profile und die Risiko-Regeln.

Abschnitt Widerstände in den SWINGr-Einstellungen mit den drei zuschaltbaren Verfahren Swing-Highs, Gleitende Durchschnitte und Fibonacci-Retracements

Im Trade-Formular

Die Sektion Widerstände erscheint beim Anlegen eines Kauf-Trades, oberhalb von TP1 / Lot-Steuerung. Damit sie rechnen kann, braucht sie zwei Angaben von dir: die ISIN des Titels und den Kurs. Die ISIN entscheidet, welche Kurshistorie geladen wird; der Kurs ist der Einstieg, gegen den alles Weitere gemessen wird.

Sind beide da, siehst du drei Bausteine untereinander:

  1. Eine Faktenzeile mit dem letzten Schlusskurs, dem Hinweis, wie viele Widerstände es insgesamt gibt (etwa zeigt die 3 stärksten von 7 Widerständen), und dem Stand der Kursdaten.
  2. Einen Mini-Chart mit dem Kursverlauf, den Widerstandslinien und -zonen sowie Markierungen für deinen Einstieg, TP1 und TP2, dieselben Marken wie in der Liste darunter.
  3. Bis zu drei Kacheln, je eine Marke: Preis oder Zone, die Art des Widerstands und der Abstand in Prozent ab dem letzten Schlusskurs.

Die Art einer Kachel benennt immer, woher die Marke kommt und wie stark sie ist: Swing-High · 2 Berührungen, SMA 200 oder Fibonacci 61,8 %.

Widerstände-Sektion im SWINGr-Trade-Formular mit Faktenzeile, Mini-Chart und den Kacheln der stärksten Widerstände

Wie TP1 und TP2 eingeordnet werden

Unter dem Block TP1 / Lot-Steuerung steht ein Satz, der dein Ziel gegen die Widerstände hält. Er ist bewusst rein beschreibend formuliert und trifft keine Aussage darüber, was du tun solltest:

TP1 (104,00 €) liegt über dem Widerstand 102,10 – 102,60 € (Swing-High · 2 Berührungen). Zwischen Einstieg (100,00 €) und Ziel liegt 1 weiterer Widerstand.

Für TP2 steht derselbe Vergleich in der Widerstände-Sektion. TP2 ist kein Eingabefeld, sondern wird aus TP1 und dem Prozentsatz deines Strategie-Profils abgeleitet. Deshalb wird es nur informativ eingeordnet.

Zwei Sonderfälle spricht die App ausdrücklich an: Liegt dein Einstieg innerhalb einer Widerstandszone, nennt der Satz zusätzlich, wie weit es bis zur Oberkante ist. Liegt zwischen Einstieg und Ziel gar nichts, steht das als Feststellung da, zwischen Einstieg und TP2 liegt kein erfasster Widerstand.

Wie du TP1 und TP2 überhaupt festlegst, steht im Guide Trade anlegen und führen; woher die Vorschlagswerte kommen, im Guide Handelsstrategie-Profile. Warum ein Ausstieg überhaupt über zwei Ziele läuft, erklärt der Artikel Take-Profit: TP1 und TP2 richtig aufteilen.

Hinweis unter dem TP1-Block im SWINGr-Trade-Formular, der TP1 gegen den nächsten Widerstand einordnet

Vorläufige Widerstände

Ein frisches Hoch ist charttechnisch erst bestätigt, wenn genügend Handelstage darauf gefolgt sind. SWINGr unterschlägt es bis dahin nicht, sondern weist es als vorläufigen Widerstand aus, mit Datum, Kurs und der Angabe, wie viele Handelstage zur Bestätigung noch fehlen. Als Berührung zählt es noch nicht, und es wiegt schwächer als jede bestätigte Marke.

Das ist genau die Marke, die du in deinem Chartprogramm schon siehst, während die Statistik sie noch nicht führt.

Wenn nichts angezeigt wird

Die Sektion bleibt in jedem Fall ruhig und blockiert die Trade-Anlage nie. Sie sagt dir stattdessen, woran es liegt:

Hinweis Was er bedeutet
Trag eine ISIN ein, um Widerstände zu laden. Ohne ISIN wird keine Kurshistorie abgerufen.
Kursdaten werden geladen… Der Abruf läuft.
Keine Kursdaten für diesen Titel. Für diesen Titel liegt keine Historie vor.
Kursdaten konnten nicht geladen werden. Ein echter Fehlschlag beim Abruf, die Trade-Anlage ist davon nicht betroffen.
Einstiegskurs für Widerstände eingeben Die Kurse sind da, aber ohne deinen Kurs gibt es keinen Bezugspunkt. Der Kursverlauf wird trotzdem gezeigt.
Der letzte Schlusskurs liegt über allen bestätigten Widerständen. Oberhalb des Kurses wurde nichts gefunden.

Ein eigener Hinweis erscheint, wenn dein geplanter Einstieg unter dem letzten Schlusskurs liegt: Die Marken dazwischen sind bereits überschritten und stehen deshalb nicht in der Liste. Ohne diesen Satz sähe die leere Liste aus wie ein Ausbruch, obwohl sie das Gegenteil bedeutet.

Was die Funktion nicht tut

  • Sie gibt keine Empfehlung ab, kein Signal, keine Ampel, keine Warnung. Jeder Satz nennt nur Zahlen und ihren Bezug.
  • Sie ändert nichts an deinem Trade: TP1, TP2 und Stückzahl bleiben, wie du sie gesetzt hast.
  • Sie zeigt keine Unterstützungen, sondern ausschließlich Marken über dem Kurs.

Nach der Ausführung des Kaufs endet ihre Rolle: Der Bestand wird dann als Lot geführt, beschrieben im Guide Lots und FIFO verstehen.

SWINGr Pro

Widerstände sind eine Pro-Funktion. Ohne Pro siehst du an beiden Stellen, im Trade-Formular und in den Einstellungen, eine Hinweiskarte mit dem Vermerk Nur in SWINGr Pro verfügbar und dem Weg zur Freischaltung. Auch die Einordnung von TP1 wird dann nicht angezeigt. Alles Übrige an der Trade-Anlage bleibt unverändert nutzbar. Was SWINGr Pro sonst noch enthält, steht auf der Seite Preise.